Die Schrödersche Werft - Geburtsort der RIGMOR

Die Werft wurde 1799 vom Kaufmann H. Tiedemann und dem Segelmacher F. Schröder gegründet. Sie lag am Glückstädter Binnenhafen auf dem heute freien Platz zwischen dem Restaurant "Alte Mühle" und den Schleusen. Arbeit gab es zu Beginn des 19. Jahrhunderts für die Werft genug, denn in Glückstadt lagen zu dieser Zeit viele Walfänger, Frachtewer und andere Frachtsegler, die neu gebaut oder ausgebessert werden mussten.

Ausschnitt aus einer Lithografie des Glückstädter Hafens von 1847

Ab ca. 1850 gehörte die Werft Johannes P. Schröder. Er war ein angesehener Bürger Glückstadts und erhielt den Zuschlag für den Neubau von 6 königlichen Zollkreuzern von 1852-57. Nach dem Krieg 1864 und der Übernahme Schleswig-Holsteins durch die Preußen bekam die Werft kaum noch Aufträge, und ab 1867 wurden überhaupt keine Neubauten mehr registriert. 1879 wurde die Werft von der Witwe Schröders aufgelöst. Danach gab es an dieser Stelle im Hafengebiet nie wieder einen Werftbetrieb.

Neubauten von Zollkreuzern (1 Mast)
1852 Kutter No.1
1853 Kutter No.5
1853 Kutter-Ewer No.6
1854 Kutter No.16
1855 Kutter No.4
1857 Kutter No.12